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Von Sophos zu OPNsense

Die Sophos SG UTM hat am 30. Juni 2026 ihr End of Life erreicht. Seitdem gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Wer noch eine UTM betreibt, betreibt ein ungepatchtes Perimeter-System. Der Wechsel ist ohnehin fällig, offen ist nur das Ziel.

Aktualisiert am

Auf einen Blick

Quelle
Sophos
Ziel
OPNsense, Business Edition
Umschaltung
meist 1–2 Stunden
Rückfallebene
bis zur Freigabe

Ausgangslage

Warum Betreiber wechseln

Sophos bietet den Wechsel auf die Sophos Firewall (SFOS) an, meist mit neuer XGS-Hardware. Das ist kein Update, sondern eine vollständige Migration auf eine andere Plattform mit anderer Oberfläche, anderer Regellogik und neuen Lizenzbündeln. Wenn der Aufwand ohnehin anfällt, lohnt der Vergleich mit OPNsense.

Typische Gründe

  • keine Sicherheitsupdates mehr für die SG UTM
  • XGS bedeutet neue Hardware, neue Oberfläche, neue Lizenzbündel
  • laufende Subscriptions für Funktionen, die OPNsense ohne Aufpreis liefert
  • Wunsch nach offenem Code und europäischem Hersteller

Funktionen

Was aus Ihren Sophos-Funktionen wird

SophosOPNsenseHinweis
NetzwerkdefinitionenAliasesHosts, Netze, Gruppen und FQDNs sauber übertragbar
Firewall-RegelnInterface-Regeln, Floating RulesLogik wird übersetzt, nicht kopiert
NAT, DNAT, SNATPort-Forward, Outbound-NAT, 1:1-NATvollständig abbildbar
Intrusion PreventionSuricata IPSET-Open, optional kommerzielle Regelsätze
Web ProtectionProxy oder ZenarmorRichtlinien werden neu aufgebaut
Application ControlZenarmorErkennung auf Layer 7
Site-to-Site-VPNIPsec (IKEv2)Gegenstellen werden vorab abgestimmt
SSL-VPN, Remote AccessWireGuard oder OpenVPN mit 2FAneue Clients mit fertigen Profilen
RED-Gerätekleine OPNsense mit IPsec oder WireGuardkein direktes Gegenstück
Web Application FirewallHAProxy oder nginx als Reverse ProxyFunktionsumfang im Einzelfall prüfen
Email Protection–separates Mail-Gateway empfohlen
HA (Active-Passive)CARP-Cluster mit State-SyncWartung ohne Unterbrechung

Vorgehen

So migrieren wir

Ablauf

  • Export der UTM-Konfiguration, Auswertung der Trefferzähler
  • Bereinigung ungenutzter Regeln und Objekte
  • Übersetzung von Objekten, Regeln, NAT und VPNs
  • Neuaufbau von Web- und Anwendungsfilter
  • Abstimmung mit VPN-Gegenstellen, Test im Labor
  • Umschaltung im Wartungsfenster, UTM bleibt als Rückfallebene
  • Nachbetreuung und Übergabe der Dokumentation

Worauf Sie achten sollten

  • Email Protection: Filtert die UTM auch Mails, planen wir dafür eine eigene Lösung ein.
  • RED-Außenstellen: Jede RED wird durch eine kleine Firewall ersetzt. Meist stabiler, braucht aber Hardware vor Ort.
  • SSL-VPN-Clients: Mitarbeitende bekommen einen neuen Client mit fertigem Profil.
  • Synchronized Security: Die Endpoint-Kopplung entfällt. Segmentierung und SIEM-Anbindung schließen diese Lücke.

Der allgemeine Ablauf in fünf Arbeitsgängen steht unter Migration auf OPNsense.

FAQ

Fragen zur Migration von Sophos

Kann ich die UTM nicht einfach weiterlaufen lassen?

Technisch ja, verantwortbar nein. Eine Perimeter-Firewall ohne Sicherheitsupdates ist ein offenes Einfallstor. Mit NIS2-, KRITIS- oder Versicherungspflichten ist das kaum zu begründen.

Können wir die Sophos-Hardware weiterverwenden?

Manche ältere SG-Hardware ist x86-basiert und kann OPNsense grundsätzlich ausführen. Für den Produktivbetrieb raten wir ab, weil Garantie und Herstellersupport fehlen.

Wie lange dauert die Umstellung?

Für einen Einzelstandort meist wenige Tage Vorbereitung und ein Wartungsfenster von ein bis zwei Stunden. Mehrere Standorte stellen wir gestaffelt um.

Kontakt

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Wir sagen Ihnen, was sich direkt übertragen lässt, was nicht und was die Migration kostet.

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